Mikael Babajanyan
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Der in Armenien (Jerewan) geborene Bariton Mikael Babajanyan schloss sein Gesangs - und Dirigierstudium am Staatlichen Konservatorium Jerewan mit Auszeichnung ab. Er ist Preisträger verschiedener nationaler Gesangswettbewerbe. Seine Gesangsstudien erweiterte er bei Prof. Arax Davtian am Komitas Konservatorium in Jerewan als auch später in Deutschland bei Tom Krause und Kàroly Szilàgyi.
Von 1997 bis 1999 war er Ensemblemitglied am Nationaltheater Jerewan, wo er alle grossen Partien seines Fachs sang, u.a. Rodrigo/Don Carlos, Germont/La Traviata, Onegin/Eugen Onegin, Figaro/Il Barbiere di Siviglia. Er war häufig Solist beim Armenischen Philharmonischen Orchester, wo er beispielsweise das Fauré-Requiem, das Brahms-Requiem, das Mozart-Requiem und Rossinis Stabat Mater aufführte. Gleichzeitig dirigierte er aber auch das Orchester des Nationaltheaters Jerewan.
Seit 1999 lebt Mikael Babajanyan in Deutschland. In der Saison 2000/2001 sang er die Partie des Sharpless/Madama Butterfly am Theater der Stadt Koblenz sowie die Partie des Dandini/La Cenerentola am Theater Bielefeld.
Für die Saison 2001/2002 wurde er erneut an das Theater Bielefeld verpflichtet, wo er den Montano/Otello sang. Ausserdem gestaltete er die Partie des Hidraot/Armide (Gluck) in der Neuproduktion am Theater im Pfalzbau Ludwigshafen und sang verschiedene Partien im Rahmen eines Teilzeitspielvertrages am Stadttheater Giessen. An der Staatsoper Hannover übernahm er in mehreren Vorstellungen den Allazim in Mozarts Zaide. Weitere Gastpiele führten den ihn an das Aalto-Theater Essen, an das Grand Théâtre de la Ville in Luxemburg, an das Badische Staatstheater Karlsruhe sowie an das Theater Bremen.
Von 2002 bis 2005 war er festes Ensemblemitglied des Theater Dortmund und dort u.a. als Belcore/L'elisir d'amore, Don Giovanni, Faninal/Der Rosenkavalier, Fernando/Fidelio, Graf/Le Nozze di Figaro, Guglielmo/Così fan tutte, Onegin/Eugene Onegin, Schaunard/La Bohème sowie Sharpless/Madama Butterfly zu hören. Ausserdem war er zwischen 2003 und 2007 regelmässig als Marcello/La Bohème und Ford/Falstaff als auch erneut in der Titelpartie des Don Giovanni am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin zu erleben.
Auch im Konzertbereich sammelte der Bariton bereits Erfahrung, so z.B. 2003 beim Bartok+Mozart Opera Festival in Miskolc (Ungarn). Unter Helmuth Rilling sang er die Messa per Rossini in verschiedenen Konzerten, u.a. in Stuttgart, beim Rheingau Musik Festival sowie beim Oregon Bach Festival.
Seit mehreren Jahren feiert Mikael Babajanyan auch grosse Erfolge mit dramatischen Partien des italienischen Fachs. Bei den Schlossfestspielen Schwerin sang er 2004 den Renato/Un Ballo in Maschera, 2005 den Rigoletto, 2006 den Germont/La Traviata und 2007 den Conte di Luna/Il Trovatore.
In der Spielzeit 2006/2007 übernahm er die Partie des Amonasro/Aida am Theater Bielefeld, des Scarpia/Tosca am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin als auch an den Vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld und Mönchengladbach und gab ein grandioses Debüt als Jago/Otello an der Oper in Bonn.
In der Spielzeit 2007/2008 war er erneut als Jago und auch als Fürst Jeletzky/Pique Dame in Bonn zu erleben, ausserdem wieder als Scarpia in Mönchengladbach, als Marcello am Aalto-Theater Essen, als Germont am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken und als Conte di Luna am Pfalztheater in Kaiserslautern. Von der Presse umjubelt war auch sein Francesco in Verdis I Masnadieri am Staatstheater am Gärtnerplatz in München. Im Sommer 2008 debütierte er mit grossem Erfolg bei den Savonlinna Opernfestspielen in Finnland als Amonasro.
In der Spielzeit 2008/2009 führten ihn weitere Gastpiele ins Ausland. Im September debütierte er als Vincenzo Gellner in Alfredo Catalanis Oper La Wally in Klagenfurt (Österreich) und im Dezember war er wiederholt als Amonasro, diesmal in Dijon (Frankreich), zu erleben. Ausserdem sang er erneut den Francesco am Gärtnerplatztheater in München, den Don Giovanni am Mecklenburgischen Staatstheater in Schwerin als auch den Marcello am Nationaltheater Mannheim.
In der Spielzeit 2009/2010 übernimmt der Bariton mehrere Partien wie den Renato und den Scarpia am Aalto-Theater Essen als auch den Zurga in Georges Bizets Les pêcheurs de perles. Weitere Gastspiele führen ihn als Drebednjow in Dmitri Schostakowitschs Moskau, Tscherjomuschki nach Lyon (Frankreich), als Germont an das Opernhaus nach Köln, als Francesco wieder nach München und als Sharpless erneut nach Finnland zu den Savonlinna Opernfestspielen. 2010/2011 wird er den Onegin an der Leipziger Oper und den Gellner an der Alten Oper in Frankfurter singen, 2011/2012 den Jago am New National Theatre in Tokio.